Goldwaschshop Rainer Glanzmann

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Tipps und Tricks
In welchen Gewässern der Schweiz ist das Goldwaschen erlaubt? PDF Drucken E-Mail

Das Goldwaschen wird von den meisten Kantonen und Gemeinden toleriert. Ausnahmen gibt es in den Kantonen Graubünden, Tessin, Genf und Neuenburg. Für weitere Informationen lesen Sie unter:

Gesetze zum Goldwaschen

 
Wo kann sich im Fluss das Gold ablagern (Goldseifen bilden)? PDF Drucken E-Mail

Auf Grund des sehr hohen spezifischen Gewichtes, folgt das Gold dem kürzest möglichen Weg des Flussverlaufes, es „schneidet“ also die Kurven und passiert das Ufer an der Kurven- Innenseite. Da sich in diesem Bereich  die Fliessgeschwindigkeit reduziert, können sich die Goldflitter ablagern. Hindernisse wie grosse Steine oder Treibholz begünstigen die Seifenbildung. Sandbänke oder Ansammlungen von losem Kies werden kaum Goldpartikel enthalten.
In unverbauten Flussabschnitten (Auenlandschaften) kann sich der Flussverlauf mit der Zeit stark verändern.  Aus Aussenkurven werden Innenkurven oder umgekehrt. Wenn ein tieferes Loch gegraben wird, kann vielfach eine Veränderung in den verschiedenen Kiesschichten festgestellt werden. Tendenziell dringen die Goldflitter oder Nuggets in tiefere Kiesschichten, bis zum gewachsenen Felsengrund (Bedrock) vor.

 
Wie wende ich die Goldwaschpfanne an? PDF Drucken E-Mail

Füllen sie die Waschpfanne mittels einer Schaufel mit Kies. Tauchen Sie diese komplett unter Wasser und schütteln sie kräftig hin und her. Nachdem sie nun die Waschpfanne aus dem Wasser gezogen haben, können sie nun die grösseren Steine, welche jetzt frei von Sand sind, von Hand herausnehmen. Senken sie die Pfanne erneut unter Wasser und schütteln sie kräftig hin und her. Durch diese Bewegung, kann sich das schwere Gold in die unteren Kiesschichten bewegen. Als nächstens tauchen sie die Pfanne wiederholt unter Wasser und ziehen sie wieder heraus, so dass nur die Oberfläche des Kieses aus der Pfanne geschwemmt wird. Ein Platz mit ruhigem seichtem Wasser begünstigt das Auswaschen. Zwischen durch immer wieder kräftig schütteln, damit sich das Gold wieder nach unten bewegt. Waschpfannen mit Rillen wie zum Beispiel das Model Klondike oder Ultra sorgen dafür, dass das Gold nicht hinausrutscht.

Wenn sie nun das Kies bis auf cirka einen Esslöffel Sand reduziert haben, schwemmen sie dies auf die gegenüberliegende Seite des Pfannenbodens. Kippen sie nun die Waschpfanne mit wenig Wasser vor und zurück, damit der Sand langsam auf ihre Seite des Pfannenbodens geschwemmt wird. Das Schwermineralkonzentrat (black sand), Altmetall und natürlich das erhoffte Gold wird am Schluss auf dem Pfannenboden liegen bleiben. Wenn Sie zum Beispiel mit einer Schleuse an einer ergiebigen Stelle gearbeitet haben, kann der Anteil des „black sand“ und Altmetall beträchtlich sein. In diesem Fall, können sie einen Teil davon mit einem superstarken Magnetring herausziehen.

 
Wie kriege ich das Waschgold aus der Pfanne? PDF Drucken E-Mail

Nach dem sie das Gold wie oben beschrieben frei gespült haben, nehmen sie ein Kunststoffröhrli oder eine Glasgewindeflaschen und füllen diese ganz bis zum Rand mit sauberem Wasser. Tupfen sie nun mit einem trockenen Finger auf das Gold und heben sie den Finger unmittelbar auf die Öffnung des Gefässes. Das Gold wird sofort auf den Boden des Gefässes sinken. Falls sie mit fettigen oder öligen Händen ins Wasser greifen, wir das Gold auf der Wasseroberfläche davon schwimmen. Falls sie das Konzerntrat zu Hause auswaschen, können sie ein wenig Handseife dazugeben, dadurch wird die Oberflächenspannung gebrochen und das Gold wird nicht mehr auf dem Wasser schwimmen.

 
Wie arbeite ich mit einer Waschschleuse? PDF Drucken E-Mail

Durch den Einsatz einer Waschschleuse wird die Arbeit effizienter. Sie müssen nicht mehr jede Schaufel von Hand mit der Waschpfanne auswaschen. Die Wasserkraft übernimmt einen Teil der Arbeit. Die von uns entwickelten und weitgehend von Hand gefertigten Napfschleusen eignen sich bestens für das Finden von Waschgold (Goldflitter) aber auch körnigem Gold (Nuggets). Im Angebot stehen die Mini-Napfschleuse, welche zum prospektieren gedacht ist. Durch die geringen Abmessungen von 16 x 60 cm eignet sie sich auch fürs Reisegepäck. Die Napfschleuse ist das Standartmodell. Dank den Abmessungen von 27.5 x 80 cm kann eine Person mehrere Stunden damit Arbeiten. Die etwas längere Maxi-Napfschleuse 27.5 x 95 cm erfüllt alle Wünsche. Mit diesem Gerät können bis zu 2 Personen mehrere Stunden arbeiten.

Funktionsprinzip:

Gummimatte/Teppich Streckmetall

Die Wasserströmung bildet hinter jeder Rippe und in jeder Öffnung des Streckmetalls einen Wirbel, welcher den leichten Sand heraushebt und die Schwermineralien und das Gold in den Teppich absinken lässt. Der obere, mit Gummimatte ausgelegte Teil der Schleuse ermöglicht eine laufende Erfolgskontrolle, weil sich in diesen Rippen nicht viel Sand ablagert. Im unteren Teil sammeln sich die meisten Schwermineralien und das Gold an. Diese Aufteilung erlaubt ein langes Arbeiten ohne das gewonnene Gold wieder zu verlieren.

Im Fluss / Bach installieren:

Legen sie einen flachen Stein in das Flussbett, damit das Wasser ca. 8 cm über den Stein strömt. Auf diesen Stein können sie nun das obere Teil der Schleuse legen. (Die Verschlüsse sind immer unten.)

Als zweiten Schritt sollte man das untere Ende der Schleuse mit geeigneten Steinen unterlegen, so dass die Schleuse mit leichtem Gefälle im Wasser liegt. Sollte die Schleuse instabil im Fluss liegen, kann man oben links und rechts 2 grosse Steine an den Seiten anlegen, dass die Schleuse festgekeilt wird.

Anwenden:

Geben sie den goldhaltigen Kies mit der Schaufel dosiert in den oberen Teil der Schleuse oder in den Trichter. Die Wasserströmung wird nun den Kies über das Streckmetall und die Rippen durch die Schleuse schwemmen. Steine mit einem Durchmesser von mehr als 5 cm. sollten von Hand aus der Schleuse entfernt werden. Sollten sich hinter den Rippen grössere Mengen Sand ansammeln oder verlässt der Kies die Schleuse nicht, ist die Wasserströmung oder das Gefälle zu klein. Die Zwischenräume im Streckmetall weden nicht geleert und das Gold kann nicht im Teppich oder in der Gummimatte aufgefangen werden.

Video:

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Ist die Strömung richtig eingestellt, sollte nach ca. 2 Minuten die grösste Fläche des Streckmetalls wieder sichtbar sein und die Schleuse kann die nächste Schaufel Kies aufnehmen. Wenn die Schleuse optimal läuft, können sie mehrere Stunden arbeiten ohne den mit Schwermineralien angereicherten Sand zu entnehmen!

Leeren ( Cleanup):

Lassen sie die Schleuse nach Beendigung der Arbeit noch einige Minuten im Wasserstrom. Der Sand wird sich nochmals reduzieren und das Auswaschen erleichtern. Nachdem die Schleuse vorsichtig waagrecht aus dem Wasserstrom gehoben wurde, müssen zuerst die Verschlüsse gelöst werden und die Stahlrippen entfernt werden. Nun kann man das Streckmetall entnehmen und in einer mit Wasser gefüllten Waschpfanne abspülen. Als nächstens sollte der Teppich ebenfalls in der Waschpfanne gründlich gespült werden. (Es ist möglich den Teppich in mehrereTeile zu schneiden um ihn einfacher auszuspülen.) Stellen sie als letztes die Schleuse mit einer Ecke in die Waschpfanne und schwemmen sie den verbliebenen Sand vorsichtig in die Waschpfanne.

Zusammenbauen:

Bauen sie die Schleuse in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen. Achtung: damit die Schleuse wieder zuverlässig funktioniert, muss das Streckmetall unbedingt richtig eingebaut werden > auflackierter Pfeil zeigt in Flussrichtung, siehe auch Skizze ganz oben.

Zubehör:

Höhere Rippen: Bei den Napfschleusen und Maxi-Napfschleusen ist der Halterost standartmässig mit 10 mm hohen Querrippen ausgerüstet. Dies ermöglicht einen optimalen Strömungsverlauf, auch wenn nur eine schwache Strömung vorhanden ist. Möchten sie die Schleuse in Flüsse mit scharfkantigen, groben Steinen und körnigem Gold einsetzen, empfehlen wir die Schleuse mit 20 mm hohen Rippen nachzurüsten. Diese können ohne Werkzeug unter die Standartrippen geklemmt werden. > erhältlich im 3er Set für die Napfschleuse oder im 4er Set für die Maxi- Napfschleuse.

Der Trichter ist zu der Napfschleuse und Maxi-Napfschleuse erhältlich. Er kann ohne Werkzeug am oberen Ende der Schleuse aufgesetzt und mit Exzenterverschlüssen fixiert werden. Mit dem Trichter kann bei Bächen mit geringem Wasserlauf das Wasser besser in die Schleuse geleitet und die Strömungsgeschwindigkeit gesteigert werden. Der Kies wird direkt in den Trichter gegeben und wird schon vor der eigentlichen Waschschleuse aufgetrennt. Der Wasserlauf in der Schleuse beruhigt sich und das Gold wird schon im Bereich der oberen Rippen festgehalten.

 
Wie bewahre ich mein Gold auf? PDF Drucken E-Mail

Wir empfehlen das Gold grundsätzlich trocken in einem Glasfläschchen zu lagern. Das bietet eine klare, verzerrungsfreie Sicht. Wasser oder andere Flüssigkeiten könnten im Laufe der Jahre austrocknen und Rückstände verursachen. Trocken gelagertes Gold lässt sich auch einfacher umfüllen oder Wägen. zB mit dem Mini-Trichter.

 
Wie befreie ich das Gold von den letzten Verunreinigungen? PDF Drucken E-Mail

Auch nachdem vorsichtigsten Auswaschen mit der Pfanne bleiben noch Schwermineralpartikel (blacksand) zurück. Wir empfehlen das Gemenge auf ein farbiges Blatt Papier zu leeren (besserer Kontrast) und mit einem superstarken Magnet den magnetischen Anteil weg zu ziehen. Die restlichen Verunreinigungen können mit einem feinen Pinsel aussortiert werden.

 
Der Einsatz einer Henderson Handpumpe, Felsenreinigung PDF Drucken E-Mail

Da das Gold das schwerste spezifische Gewicht im Geschiebe hat, sinkt es tendenziell auf den Felsengrund „bedrock“ ab. Falls nicht all zu tief gelegen, empfehlen wir, den „bedrock“ grossflächig freizuschaufeln. Mit Hilfe einer Klarsichtbox und einer Bürste können sie den „bedrock“ absuchen und den restlichen Kies zur Seite schieben. Wenn sie nun Spalten oder Vertiefungen finden, können diese mit der Henderson Handpumpe abgesaugt werden: Legen sie eine Goldwaschpfanne auf den „bedrock“, unmittelbar neben die Spalte und beschweren diese mit dem Stiefel. Nun können sie den Kies in der Spalte absaugen und die Pumpe langsam in die Waschpfanne entleeren.